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BCM - Formula Diät
Milchshake BCM – Abnehmen mit Erfolg?
Ein Erfahrungsbericht von Jeannette aka angelnights

Vor einiger Zeit habe ich von der BCM-Diät erfahren. Wie praktisch, dass mein Hausarzt das auch noch angeboten hat. Ich habe mich da auch gleich mal zu einem Treffen angemeldet, um mehr über BCM und die Betreuung durch meinen Hausarzt zu erfahren. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau was mich erwartet. Das einzige, was ich wusste, war, dass schon viele Menschen erfolgreich damit abgenommen hatten. Also ging ich ganz unvoreingenommen zu diesem Treffen. Mein Arzt hat das einleitende Gespräch gemacht. Wir saßen zu viert im Wartezimmer, und er hat das Konzept vorgestellt. Zu Beginn sollte man nur 3 Mahlzeiten zu sich nehmen. Zwei Mahlzeiten davon bestanden allerdings aus dem BCM-Pulver, welches mit fettarmer Milch zu einem Shake angemischt wurde. Die dritte Mahlzeit konnte man gestalten, wie man möchte. Nur hatte man sich an eine bestimmte, für jeden individuelle kcal-Zahl zu halten, welche auch nicht überschritten werden durfte. Als Hilfe gab es auch gleich noch ein Kochbuch. Zwischenmahlzeiten waren übrigens auch tabu. Auch sollte man zwischen den Mahlzeiten 4-5 Stunden Abstand halten. Da der Shake sehr sättigend sein sollte und zudem wenig kcal beinhaltet, hat man weniger kcal zu sich genommen und sollte so erfolgreich 0,5 - 1kg die Woche abnehmen. Als ich dann erfuhr, wie teuer dieses BCM-Pulver ist, war ich erst mal sprachlos. Hinzu kamen noch ein monatlicher Beitrag, dass man überhaupt an dem Programm teilnehmen kann. Und das Kochbuch wollte ja auch noch bezahlt werden. Mein Mann und ich haben dann hin und her überlegt. Schließlich hatten wir zu der Zeit auch nicht viel Geld übrig. Aber was soll’s, dachten wir, schließlich sparen wir ja an den „normalen“ Lebensmitteln. Also haben wir uns angemeldet und gleich einen ganzen Packen Pulver gekauft. Nun wurde noch jeder gewogen. Außerdem wurden das Körperfett, der Muskel- und Wasseranteil im Körper gemessen. Anhand dieser Messwerte sollte man dann erkennen, wie erfolgreich man abgenommen hatte. Denn das Gewicht alleine sagt ja nicht unbedingt viel aus. Hat man z.B. Muskelmasse aufgebaut wiegt man ja nicht unbedingt weniger. Also sollte für uns nicht nur das Gewicht ausschlaggebend sein. Doch meine ersten Werte waren erschreckend! Ich hatte zu viel Körperfett und zu wenig Muskelmasse. Aber gut, dachte ich, schließlich machst du ja nun etwas dagegen.

Voller Elan haben mein Mann und ich am nächsten Tag mit der Diät begonnen. Wir hatten Schoko- und Vanille-Pulver gekauft. Erdbeere gab es auch noch. Da mein Mann und ich beide berufstätig sind, haben wir uns darauf geeinigt, dass wir zum Frühstück und zum Mittag den Shake trinken, und zum Abendbrot dann entweder kochen oder Brote essen. Also haben wir uns morgens den ersten Shake gemacht. Ein Glas umfasste 300ml. Damit auch alles gut durchgemischt wurde, haben wir einen Milchschäumer benutzt. Der erste Schluck war einfach widerlich! Ok, dachte ich, Augen zu und durch. Also habe ich das ganze Glas gelehrt. So etwas ekeliges habe ich noch nie getrunken. Ich musste würgen und wäre am liebsten aufs Klo gerannt, um alles wieder auszuspucken. Aber ich hatte immer noch den Preis vor Augen und habe es schön bei mir behalten. Vielleicht würde es ja im Laufe der Zeit besser schmecken.

Von da an war jedes Frühstück und jedes Mittagessen eine Qual. Ich habe mir diesen Shake regelrecht runtergewürgt. Dann kam das nächste Treffen. Ich hatte ganz gut durchgehalten. Aber das Wiege- bzw. Messergebnis war niederschmetternd. Ich hatte fast nichts abgenommen und der Fett-, Wasser- und Muskelanteil hatten sich auch nicht wirklich verbessert. Also noch mehr aufpassen, was die „normale“ Mahlzeit betrifft. Denn vielleicht habe ich ja doch etwas falsch gemacht.

Also habe ich noch eine Woche durchgehalten und mir jeden Tag diese Shakes angetan. Doch auch das nächste Ergebnis entsprach nicht meinen Erwartungen. Also habe ich aufgegeben. Denn egal wie teuer das Pulver auch war, ich wollte mir nicht etwas reinzwängen, was mir weder schmeckt, noch etwas bringt. Mein Mann hatte allerdings kleine Erfolge zu verzeichnen. Doch auch ihm reichte das nicht und geschmeckt hat ihm der Shake auch nicht. Also hat auch er irgendwann aufgegeben.

Dann kam das dicke Ende. Ich wurde doch tatsächlich von der Diät krank! Ich hatte so starke Verstopfungen, dass ich mich vor Schmerzen gekrümmt habe. Da ich schon immer Probleme mit der Verdauung hatte, habe ich das zuerst gar nicht auf die Diät geschoben. Aber das Pulver hat wohl seinen Großteil dazu getan. Ich war schon kurz davor ins Krankenhaus zu gehen, denn die Abführmittel hatten nichts gebracht. Schließlich fand meine Mutter die rettende Lösung.

Im Nachhinein war ich froh, das sich mit dieser Diät aufgehört hatte, denn anstatt mir zu helfen, hat sie mich krank gemacht.

Ein paar Monate später ging mein Mann, wie üblich, zur Blutspende. Ein paar Tage später bekam er einen Brief, dass er zu einer Untersuchung vorbeikommen solle, da seiner Leberwerte so schlecht sind. Wir konnten uns das gar nicht erklären, denn eigentlich war er ja gesund. Bei der Blutbank wurde mein Mann dann gefragt, ob er irgendwie krank war oder sich anders ernähren würde. Er meinte nur, dass er mal eine Diät gemacht hat. So eine, bei der man 2 Mahlzeiten durch einen Shake ersetzt. Somit war die Ursache für die schlechten Leberwerte gefunden. Zum Glück haben sich seine Werte von selbst wieder reguliert, so dass er wieder Blutspenden darf und keine weiteren gesundheitlichen Schäden davongetragen hat.


Fazit: Es mag Menschen geben, die mit so einer Art von Diät zurecht kommen und die auch keine gesundheitlichen Schäden davontragen. Aber ich persönlich würde jedem von so einer Art von Diät abraten. Da stelle ich doch lieber dauerhaft und auf eine gesunde Art und Weise meine Ernährung um. Auch kann ich leider nicht sagen, ob man das Gewicht, was man während dieser Diät verliert, dauerhaft halten kann, da ich keine großen Erfolge verzeichnen konnte. Das einzige, was ich sagen kann ist, dass ich von meinem Arzt enttäuscht war. Denn der hat das ganze ja unterstützt, und es hat mich eher krank, als „gesund“ gemacht. Für mich war es im Endeffekt nur Geldmacherei bzw. rausgeschmissenes Geld. Das hätte ich auch effektiver in andere Sachen investieren können.




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Weiterführende Links
Artikel über die Formula-Diät
Novafeel über die BCM Diät
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